Pro Juventute...
nennt sich ein Projekt, das die BSK 2010 ins Leben gerufen hat. Es ist ein Bündnis für Respekt vor Kindern und Jugendlichen sowie deren Persönlichkeit. Wenn man so will, handelt es sich hierbei um Werte und Normen, die in bayerischen Internaten und Tagesinternaten in katholischer Trägerschaft Anwendung finden.
Die freiwillige Teilnahme am Projekt Pro Juventute wird durch die Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung besiegelt, die folgendes zum Inhalt hat:
- Vertrauen und Respekt: Wir fordern und fördern einen von Vertrauen und Respekt getragenen Umgang aller Mitglieder der Hausgemeinschaft.
- Gewaltlosigkeit und Wertevermittlung: Die Anwendung körperlicher und seelischer Gewalt wird in unseren Häusern auf das schärfste verurteilt. Das von christlichen Werten und Idealen geprägte Miteinander ist unser oberster Maßstab.
- Verbindlichkeit und Transparenz: Wir haben eine für die Hausgemeinschaft verbindliche Hausordnung, die für alle zugänglich und einsehbar ist und den verantwortungsvollen und kritikfähigen Umgang miteinander regelt.
- Professionalität und Kompetenz: Wir haben in unseren Häusern speziell für die jeweilige Aufgabe auswählte Mitarbeiter, die mit hoher pädagogischer Kompetenz mit den Ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen umgehen können.
- Nähe und Distanz: Alle Mitarbeiter unserer Häuser sind verpflichtet, ein fachlich angemessenes Verhältnis gegenüber Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu wahren.
- Ein offenes Ohr und Verlässlichkeit: Erste Ansprechpartner für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen sind die Präfektinnen und Präfekten, die offen für die Probleme, Sorgen und Konflikte sind und ihren Beitrag zur Lösung leisten. Darüber hinaus sind die Leiterinnen und Leiter unserer Häuser für alle ansprechbar.
- Hinschauen und Ansprechen: Wir ermutigen die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen auch, sich bei selbst erfahrenen oder beobachteten Konfliktsituationen selbst Vertrauenspersonen zu suchen und anzusprechen.
- Rat und Hilfe von außen: Bei Bedarf können die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen auch externe Hilfsangebote nutzen.
- Beratung und Austausch: Bei Bedarf tauschen wir uns zum Wohle der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen mit externen Fachdiensten aus und nehmen deren Rat und Beistand in Anspruch.
- Kommunikation und Information: Wir leisten aktive und unterstützende Elternarbeit und ein offenes und kritikfähiges Verhältnis zu den Erziehungsberechtigten.
Darüber hinaus gelten im Rahmen der Verpflichtungserklärung die Richtlinien der bayerischen Diözesen.